Spritzschäden

Spritzschäden durch Windabdrift und Regulierungspraxis

In der Regulierungspraxis von Umweltschäden (wie Spritzschäden durch Verwehen von Pflanzenschutzmitteln auf Nachbargrundstücken) können sich Probleme mit der Abgrenzung zwischen der KFZ- Schlepperhaftpflicht und der Betriebshaftpflicht ergeben. Dann kommt es zu der Frage, ob die Schlepperhaftpflicht- oder die Betriebshaftpflichtversicherung den Schaden bezahlen muss.

Zu dieser Frage haben sich in der Vergangenheit die Gerichte bis hin zum Bundesgerichtshof (BGH) befasst.

Bei Spritzschäden durch Windabdrift heißt die Rechtssprechung dann, dass die Schäden nicht über die KFZ- Schlepperhaftpflicht abgedeckt werden. Weil die Schäden nicht von den verwendeten Schleppern selbst ausgegangen sind.
 
Man geht davon aus, dass plötzlicher Windabdrift nichts mit dem Gebrauch des Schleppers zu tun hat.


FAZIT: Spritzschäden müssen der Betriebshaftpflichtversicherung (Umwelthaftpflicht) gemeldet werden. Dort sind diese Schäden in der Regel mit einer Selbstbeteiligung von 500,00 € mitversichert.